Aber die Atmosphäre soll so sein: Wenn man das Gebäude betreten hat und wenn man sitzt, liest oder in den Bildschirm schaut, soll das Gebäude eine ganz eigene Atmosphäre haben. Sonst hätte es ja auch ein Glaskasten sein können.

In der Ausschreibung des Architekturwettbewerbs wurde „Erlebnishaftigkeit“ gefordert. Wo sehen Sie diese verwirklicht?

Wenn man von vorne, vom Urban-Loritz-Platz, hineingeht, dann kommt man in eine gemeinsame Eingangshalle von U-Bahnstation und Bibliothekseingang. Ein interessanter Ort allein deswegen, weil eine schier unglaubliche Zahl an Menschen da tagtäglich durchmarschiert, zur U-Bahn, zu den Straßenbahnstationen. Da wird Publikum für die Bibliothek geködert. Über eine Rolltreppe geht es hinauf ins zweite Obergeschoß. Man wird aus einer gemeinsamen, verkehrsreichen Halle quasi fortgesaugt und kommt im zweiten Obergeschoß heraus und taucht schon in der ersten Hallenzone in eine eigene Erlebniswelt ein.
Wichtig ist, dass die Bibliothek in zwei Bereiche gegliedert ist, ein Bereich, der sehr offen ist, mit Zeitungs- und Zeitschriftenzone, mit Veranstaltungsbereich und Internetstation und der ungehinderten Durchgangsmöglichkeit zum Café am Dach. Das ist eine eigene Welt mit eigenen Querbeziehungen, das Vorderhaus zum Hinterhaus.

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