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Durch systembewachte Schleusen mit Diebstahl-Kontrollen geht
es in die eigentliche Bibliothek, die sich im zweiten und
dritten Obergeschoß befindet. Hier liegt eine räumlich
komplett verwobene Situation vor, mit zwei längsgerichteten,
ruhigen Bereichen, die differenziert belichtet und mit Treppen
verbunden sind. Durch den Teppichboden, der auch ein akustischer
Filter ist, durch das Ineinander von Medien, Regalen, Arbeitsplätzen
ergibt sich ein eigene Erlebnisqualität. Zum Gürtel
gibt es an den Flanken nur punktuell Durchblicke. Die aufgeglaste
Seite stellt räumlich nochmals so etwas wie einen Höhepunkt
her. Alles bewußt nicht monumental gehalten. Insgesamt
soll die Bibliothekszone in Richtung Wohncharakter zielen.
Adolf Krischanitz und Richard
Lugner haben ihr Projekt Wolkenspange genannt. Jetzt ist es
eine Art Wolkenbibliothek geworden, allein durch die Höhe
des Gebäudes. Man hat eine prächtige Aussicht nach
allen Seiten, natürlich besonders nach Norden und Süden.
Was planen Sie für die Terrasse?
Die Treppe soll einen Anreiz darstellen. Die meisten Leute
reagieren auch darauf. Sobald sie gut bei Fuß sind,
besteigen sie diesen künstlichen Berg in der Stadt. Unten
gibt es einen öffentlichen Platz, oben gibt es als Ziel
wieder einen öffentlichen Platz, und das gemeinsam mit
dem Café, das auf der Bibliothek draufsitzt, wo man
im Sommer draußen sitzt. Das ergibt primär den
Anreiz, dort etwas zu konsumieren.
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